Förderung der Medienkompetenz


Die Medienanstalt Hamburg / Schleswig-Holstein (MA HSH) fördert die Medienkompetenzbildung am Richard-Linde-Weg.

Außerdem unterstützt die MA HSH die Stadtteilschule Richard-Linde-Weg in Hamburg-Lohbrügge bei der Umsetzung ihres Entwicklungsplans hin zu einer Medienkompetenzschule mit einer Förderung in Höhe von 10.000 €. Im Rahmen eines Pilotvorhabens sollen Medienerziehung und Medienbildung im Unterricht gefördert werden, auch die Durchführung von Veranstaltungen für Eltern und Lehrer ist geplant.

 

Schule braucht Partner, um den Anforderungen an Medienerziehung und Medienbildung gerecht werden zu können. Deshalb hat sich die Schule in einem ersten Schritt eine Reihe außer­schulische Kooperations-Partner gesucht und folgende Partner bzw. Projekte gefunden:

  • Medienanstalt Hamburg Schleswig-Holstein
  • Projekt „Netzdurchblick“ an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW)
  • Projekt „Medienscouts“ am Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI)
  • Mediennetz Hamburg mit den Projekten „Creative Gaming“ und „Mobile Movie“
  • Blickwechsel e.V. mit dem „PC- und Internetführerschein für Kinder“(PIF)
  • Kulturprojekt LoLa mit dem Kinder- und Jugendkulturhaus KIKU

Geplant ist die Kontaktaufnahme mit weiteren Projekten:

  • Schnappfisch Media (Tide-Projekt)
  • Aktion Sicheres Internet (MA HSH)

Bricht man die Anforderungen an die Schule herunter, so ergibt sich aus den folgenden drei Teilen eine Einheit:

  • Wir wollen den Schülern zeigen, was elektronische Medien sind und wie man diese Technik bedient.
  • Wir wollen den Schülern beibringen, wie man diese Medien zum Lernen nutzen kann. Auch die Lehrer müssen dazu lernen, wie sie mithilfe dieser „Neuen Medien“ im Zusammen­spiel mit alten Medien, Lernmaterialien oder -szenarien schaffen, die den Fachunterricht bereichern, also das Lernen mit Medien.
  • Und schließlich wollen wir die Schüler qualifizieren, angemessen mit den Chancen und Ri­siken der Medien, vor allem dem Internet, umzugehen. Sie sollen auch einschätzen können, wie diese Medien wirken und unser Leben verändern, speziell was es für den Einzelnen be­deutet, wenn er sich dieser Medien bedient.

Diese drei Teile sind eng miteinander verknüpft und sollen daher auch in allen Jahrgängen eng ver­zahnt vermittelt werden.

Klassenstufe 5/6

Wesentlicher Aspekt des Mediencurriculums in der Beobachtungsstufe wird die Einführung in den Umgang mit den technischen Möglichkeiten der Schule sein. Die Schülerinnen und Schüler kom­men aus vielen verschiedenen Grundschulen mit sehr unterschiedlichen Vorerfahrungen. Hier wird es also erst einmal darum gehen eine gemeinsame Grundlage zu schaffen und sicherzustellen, dass alle Schülerinnen und Schüler mit den Geräten arbeiten können.

Aufbauend auf dieser Grundbildung erfolgt der Einsatz des PIF – PC- und Internetführer­schein für Kinder. Die Inhalte ergeben sich aus dem Angebot von Blickwechsel e.V. Die jeweils zwei Unterrichtstage für den PIF werden fest in der Jahres- und Stundenpla­nung der Schule berücksichtigt. Nach den bisherigen Absprachen mit Blickwechsel e.V. ist vorgesehen, dass Lehrkräfte unserer Schule schrittweise die PIF-Referentenaufgaben selbst übernehmen.

Klassenstufe 7-10

Die Stadtteilschule Richard-Linde-Weg führt mit dem Schuljahr 2011/2012 Profilklassen für die Klassenstufe 9 ein. Eine dieser Themenklassen bekommt eine Medienausrichtung. Die The­menklassen werden neben dem normalen Unterricht einen Tag in der Woche als Profiltag haben. Dies dient auch der Vorbereitung auf die Profile der Sekundarstufe II.

Ab einem Alter von etwa 14 Jahren (Klassenstufe 8) beginnen die Schüler sich recht frei im Web zu bewegen und nutzen immer intensiver soziale Netzwerke und die Möglichkeiten der Selbstdarstel­lung im Netz. Diese Entwicklung muss durch die Medienerziehung in der Schule begleitet werden.

Für alle Schüler verbindlich werden Inhalte aus den Bereichen Mediendidaktik und Medienerzie­hung sein, die sich auch aus dem Rahmenplan ergeben:

  • Nutzung von Lernplattformen wie Moodle und Commsy
  • Sicherheit im Netz – Viren, Trojaner, ...
  • Wikis, Weblogs, Podcasts & Co
  • Im Netz der Neuen Medien - Internet, Handy und Computerspiele
  • Wer bin ich – Wer bist du: Chatten ohne Risiko

Inhaltlich wird hier mit den Projekten „Netzdurchblick“, „Meine Daten kriegt ihr nicht“ und „Schein & Sein“ gearbeitet werden. Der Einsatz von „Netzdurchblick“ ist naheliegend, da einer der Projektverantwortlichen an der Schule tätig ist.

In der Projektklasse mit dem Schwerpunkt Medien werden zusätzlich „Creative Gaming“ und „Mo­bile Movie“ zum Einsatz kommen. Für „Creative Gaming“ ist es sinnvoll darauf zu achten, dass die beteiligten Schüler das 16. Lebensjahr vollendet haben, da dann die Auswahl der Spiele größer ist.

Die Schule ist aktuell in das Projekt „Medienscouts“ am Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung aufgenommen. Hier werden 4-5 Schüler aus der Sekundarstufe I zusammen mit einem betreuenden Lehrer als Multiplikatoren für Medienkompetenz ausgebildet.

Klassenstufe 11-13

In der Oberstufe kooperiert die Stadtteilschule Richard-Linde-Weg mit dem benachbarten Gymnasi­um Bornbrook.

Fest konzipiert ist das eigene Profil „Mensch und Medien“. Die profilgebenden Fächer sind hier PGW, Biologie und Informatik. Diese Kombination verspricht viele Möglichkeiten.

  • Politische und wirtschaftliche Zusammenhänge der Computerisierung des Alltags,
  • selbstbestimmte und verantwortungsvolle Nutzung von Medien,
  • Menschenbild in den Medien,
  • gesundheitliche Aspekte.

Der Schule ist wichtig, dass die Profile in der Sekundarstufe II eng mit den Inhalten und Profilen der Sekundarstufe I verzahnt werden.

Entwicklungsplan - Medienkompetenz

Entwicklungsplan-Medienkompetenz.pdf

Entwicklungsplan Medienkompetenz vom Februar 2011 (PDF, 120 kByte)

Zwischenbericht.pdf

1. Zwischenbericht vom August 2011 (PDF, 520 kByte)