Profil Verantwortung der Naturwissenschaften

Profilgebendes Fach: Biologie (4 stündig)
Profilgebendes Fach: Philosophie (4 stündig)
Profilbegleitendes Fach: Seminar (2 stündig)

Insgesamt 10 Stunden im Profil.

 In dem Profil „Verantwortung der Naturwissenschaften“ geht es zunächst um die Einführung in das naturwissenschaftliche Arbeiten und gleichzeitig um die Möglichkeiten und Grenzen naturwissenschaftlicher Methoden.

 Biologie und Philosophie treffen sich an vielen wichtigen Stellen: etwa in der Umwelt- und Tierethik, beim Thema Nachhaltigkeit, in Fragen der angewandten Ethik wie dem Klonen oder dem Schwangerschaftsabbruch, beim Transhumanismus, in der Gentechnik, beim Streit zwischen Evolutionstheorie und Kreationismus oder in der Frage nach dem Umgang mit künstlicher Intelligenz. Die Liste lässt sich umfangreich erweitern. Grundsätzlich stellt sich die Frage, was wissenschaftlich möglich ist und ob das, was möglich ist, auch wünschenswert ist.

 Im Fach Biologie werden entsprechend den Anforderungen aus dem Bildungsplan biologische Kenntnisse zu den Schwerpunktthemen Genetik und Ökologie als Grundlage für Biodiversität und Evolution erarbeitet. Die kulturelle Evolution des Menschen steht dabei genauso im Fokus, wie dessen Einfluss auf Ökosysteme, Nachhaltigkeit und Biodiversität. Das Verständnis von Stoffwechselwegen und deren enzymatische Regulation bildet einen Semesterschwerpunkt, der neben der Biologie auch Verknüpfungen zur organischen Chemie bietet. Außerdem setzen sich die Schülerinnen und Schüler anhand von neurobiologischen Vorgängen mit der Wirkungsweise und dem Einfluss von Neurotransmittern und deren Manipulation durch Medikamente, Drogen und Gifte auseinander und bewerten neurobiologische Verfahren wie bspw. neurologische Implantate.

Durch Exkursionen und den Besuch außerschulischer Lernorte, wie des MINTariums, des zoologischen Museums oder der Schülerlabors der Universität Hamburg, können praxisorientierte Erfahrungen gemacht und durch den Kontakt mit Studentinnen und Studenten naturwissenschaftlicher Fachrichtungen Ideen und Erfahrungen zur Studienorientierung ausgetauscht werden.

 Im Fach Philosophie erweitern die Fragen nach sicherer Erkenntnisgewinnung, nach der Rolle des Menschen und weitere Themen unseren Blick auf die Welt, die uns umgibt: Fragen nach Ethik und Moral, nach einer gerechten Gesellschaft und nachhaltigen Zukunft. Analytisches Denken und Forschen nach Antworten geben unserem Arbeiten den Antrieb. Angeregte Diskussionen, das Studium philosophischer Texte sowie das Verfassen eigener Gedankengänge und Argumentationen werden das (neue) Werkzeug. Hier sind logisches Denken genauso wie Kreativität und Perspektivübernahme gefragt. Gleichzeitig ist es wichtig sprachliches Gespür mitzubringen oder zu entwickeln, ebenso wie eine gewisse Hartnäckigkeit bei der Erarbeitung teils schwieriger philosophischer Texte.

Philosophieren ist aber keine bloße Lektürearbeit, sondern vor allem auch kommunizierendes Miteinander, das erlernt werden will. In einer Welt, in der rein fachliche Fragen immer stärker in automatisierten Arbeitsprozessen übernommen werden (von Robotern, Maschinen, Algorithmen, …), wird die Fähigkeit zur Übernahme einer eigenständigen, auch bewertenden Außenperspektive immer wichtiger. Idealerweise wird im Fach Philosophie tatsächlich „für’s Leben gelernt“ – es werden Perspektiven aufgetan, die einem später nicht nur im Philosophie-Studium weiterhelfen, sondern in vielen Berufsfeldern und nicht zuletzt im privaten Lebensvollzug.

 Das Fach Seminar übt begleitend Techniken zum wissenschaftlichen Arbeiten ein: die Recherche vertrauenswürdiger Quellen, die Erfassung von Daten, die Bearbeitung und Präsentation von Ergebnissen, die Konzeption eines Erklär-Videos.

 

Ansprechpartner*innen:

Frau Alpen

Herr Wamers