Schulhunde
Seit den Sommerferien 2023 sind an unserer Schule zwei Schulhunde im Einsatz, die ihre Menschen im Unterricht und Schulalltag begleiten. Romy gehört zur Lehrerin Frau Jungblut, Baxter zur Lehrerin Frau Henle.
Baxter ist ein zweieinhalbjähriger Labrador – Australian Cattle Dog – Mischlingsrüde. Er ist ein voll ausgebildeter, zertifizierter Therapiebegleithund, der bereits in den vergangenen beiden Schuljahren regelmäßige Einsätze im Unterricht einer 6. Klasse und in einer itLG hatte.
Baxter kann gut mit Unruhe, Menschenansammlungen, lauten Stimmen und fliegenden Bällen umgehen, ist aber eher kein Streichelhund, sondern liebt Interaktionen mit Menschen, vor allem mit Kindern (Apportieren, Tricks machen, Wissensspiele durch „Tricks“ unterstützen…). Während des Schulbetriebs trägt Baxter immer eine graue Kenndecke, die seinen Arbeitseinsatz kenntlich macht. Ohne Kenndecke hat er Pause…
Romy ist etwa sechs Jahre alt und eine Beagle-Hündin. Sie hat einen sehr freundlichen Charakter, ist stets geduldig und ruht in sich. Romy geht auf jeden Menschen zu und kuschelt sehr gerne. Sie macht keinen Unterschied zwischen Menschen, jeder wird liebevoll behandelt. Besonders wertvoll ist Romys Einsatz im Unterricht. Ihre Körpersprache gibt den Schülerinnen und Schülern Signale, wenn es zu unruhig ist. In den meisten Fällen achten die Kinder darauf. Sie möchten, dass es Romy gut geht. Romy wirkt auf die Klassen beruhigend und das kommt allen zugute. Sie ist ein fester Bestandteil der Schule geworden und bringt sowohl Erwachsene, als auch Kinder zum Lächeln!
Wie wertvoll Romy für einzelne Lernende oder ganze Lergruppen ist, zeigt folgendes Ergebnis eines Poetry Slams in der 10f (SJ25/26):
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Titel: „Romy hat vier Pfoten und mehr Ahnung als wir“
Lia: Kennst du das? Montagmorgen. Deutsch. Alle denken: Warum bin ich hier?
Jenny: Und dann geht die Tür auf. Nicht die Lehrerin zuerst. Nein. Sie.
Beide: Romy.
Lia: Ein Beagle. Ohren wie weiche Fragezeichen. Augen wie: „Alles wird gut.“
Jenny: Und plötzlich… ist Schule nicht mehr nur Schule.
Lia: Romy läuft nicht einfach rein. Romy betritt den Raum. Als hätte sie einen Stundenplan: Herzen schmelzen, Stress wegwedeln, Kekse abstauben
Jenny: Vor allem Punkt drei nimmt sie sehr ernst. Lia: Ich hatte mal ’nen schlechten Tag. Test verhauen, Kopf voll Chaos.
Jenny: Und Romy?
Lia: Setzt sich neben mich. Sagt nichts.
Jenny: Kann sie auch gar nicht.
Lia: Und trotzdem sagt sie alles.
Beide: Manchmal brauchst du keine Worte. Manchmal reicht ein Wedeln.
Jenny: Die Lehrer sagen: „Romy hilft beim Lernen.“
Lia: Ich sag: Romy hilft beim Leben.
Jenny: Sie merkt, wenn jemand still wird. Zu still. Lia: Dann kommt sie näher. Ganz vorsichtig. Als würde sie fragen: „Hey… alles okay bei dir?“
Jenny: Und du kannst nicht anders… du musst lächeln.
Lia: Selbst wenn du eigentlich nicht willst.
Beide: Weil Romy keine Noten kennt. Keine Fehler rot anstreicht. Keine Vergleiche zieht.
Lia: Für sie bist du einfach… du.
Jenny: Und das reicht.
Lia: Manchmal denk ich, Romy ist die beste Lehrerin hier.
Jenny: Was unterrichtet sie?
Lia: Geduld. Freundlichkeit. Und wie man im richtigen Moment einfach da ist.
Beide: Ohne PowerPoint. Ohne Hausaufgaben. Aber mit ganz viel Herz.
Jenny: Und ja… sie klaut auch mal Pausenbrote.
Lia: Pädagogisch wertvoll.
Beide: Romy ist mehr als ein Schulhund. Sie ist ein Gefühl. Ein leises „Du schaffst das“.
Vier Pfoten. Ein wedelnder Schwanz. Und eine ganze Klasse, die ein bisschen stärker ist
Pause —weil sie da ist.
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Die Schülerinnen und Schüler lernen im Umgang mit den Hunden Verantwortung zu übernehmen, in dem sie u.a. Dienste wie Wasser wechseln, Bürsten o.ä. ausführen. Auch lernen sie, die Hunde an der Leine zu führen, welche Gegebenheiten ein Hund braucht und welchen Wert er mit sich bringt. Im Umgang mit Schulhunden wird gelernt, Rücksicht auf ein schwächeres Lebewesen nehmen zu müssen, was sich auch auf das soziale Miteinander in der Klassengemeinschaft auswirkt.
Im Umgang mit Schulhunden gibt es immer Regeln, die, wie die Klassenregeln, gemeinsam erarbeitet und ausgehängt werden.
Liebe Schulgemeinschaft: Sollte jemand allergisch auf Hunde reagieren (körperlich oder mental) oder eine chronische Erkrankung der Atemwege haben, meldet das bitte an eine Lehrkraft. Dann wird darauf geachtet, jeglichen direkten Kontakt zu umgehen.


Schulhund Romy


Schulhund Baxter
